Einfuhrbestimmungen

Anforderungen und Umsetzung des IPPC (International Plant Protection Convention) Standards für Holzverpackungen (ISPM 15)

Im Rahmen des IPPC (International Plant Protection Convention), einer Unterorganisation der FAO (Food and Agriculture Organisation der UN) wurden phytosanitäre Vorschriften für den internationalen Handel mit Verpackungen aus Vollholz erlassen. Das entrindete Holz (DB) wird zum einen einer Hitzebehandlung (HT) bei einer Kerntemperatur von 56°C über 30 Minuten oder einer Begasung mit Methylbromid (MB) unterzogen. Zum anderen ist die Holzverpackung an zwei gegenüberliegenden Seiten mit einem anerkannten Kennzeichen zu markieren, das ein von der FAO festgelegtes und geschütztes Logo enthält (siehe unten). Holzwerkstoffe unterliegen in diesem Zusammenhang keinerlei Anforderungen.

Staaten, die den IPPC - Standard umgesetzt haben

Stand: August 2008

Ägypten
Argentinien
Australien
Bolivien
Brasilien
Chile
China
Costa Rica
Dominikanische Republik
Ecuador
Guatemala
Honduras

Indien
Japan
Jordanien
Kanada
Kolumbien
Kroatien
Libanon
Mexiko
Neuseeland
Nigeria
Norwegen
Oman

Panama
Paraguay
Peru
Philippinen
Seychellen
Südafrika
Südkorea
Syrien
Türkei
Ukraine
Urugauay
USA
Venezuela

Australien:
Umsetzung des IPPC Standards ISPM 15 seit 01.09.2004. Das Holz muss vollständig frei von Rinde sein. Bei Begasung mit Methylbromid: 48g/m³ für 24 Stunden und eine Holzdicke von max. 200 mm. Packing Declaration.
Alternativ können die australischen Vorschriften für Cargo Container angewandt werden. Dann gilt bei Trocknung oder Begasung allerdings die 21-Tage-Frist für den Versand. Für Sperrholzverpackungen ist eine Erklärung über Herkunft, Herstellungszeitraum und erstmalige Verwendung notwendig.

Elfenbeinküste:
Beschränkungen für Materialien, die Krankheiten ins Land schleppen können. Für Verpackungen wird ein Pflanzengesundheitszeugnis verlangt.

Indonesien
Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 empfohlen

Kanada
Hitzebehandlung oder Begasung mit Methylbromid & Kennzeichnung gemäß ISMP 15, entrindetes Holz, frei von Schädlingsbefall sowie Anzeichen davon.

Kasachstan:
Frei von Rinde, frei von Schädlingsbefall und Anzeichen davon. Ein Pflanzengesundheitszeugnis ist stets mitzugeben.

Neuseeland
Die Neuseeländischen Vorschriften werden ebenfalls anerkannt. Dann gilt bei Hitzebehandlung oder Begasung allerdings die 21-Tage-Frist für den Versand.

Nicaragua
Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 empfohlen

Russland
Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 empfohlen

Samoa
Umsetzung des IPPC-Standards ISPM 15 empfohlen

Schweiz:
Umsetzung des IPPC-Standards ISPM15 zum 01.03.2005. Die Einhaltung gilt jedoch nicht für EU-Mitgliedsstaaten.

Senegal:
Allgemeine Vorschrift. Pflanzenschutzzeugnis ggf. mit dem Zusatz "Die Verpackung ist frei von Quarantäne-Schadorganismen"

Taiwan:
Umsetzung des IPPC-Standards ab 01.10.2004 empfohlen. Eine endgültige Regelung steht noch aus.

Quelle: bba
Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand: 20.08.2008

EU Import:

Innerhalb der EU findet der ISPM 15 keine Anwendung. Für Lieferungen aus Drittländern mit Ausnahme der Schweiz gilt der ISPM 15 seit 01.03.2005 (Richtlinie 2004/102/EG vom 02.10.2004). Entrindetes Holz ab 01.03.2006. Für Packmittel aus Vollholz aus europäischen Drittländern, die als Waren (not in use) eingeführt werden, bestehen keine Anforderungen. Darüber hinaus gelten Übergangsregelungen bis 31.12.07 für Stauholz (rinden- und befallsfrei) sowie keine Pflicht zur Kennzeichnung mit dem IPPC-Bildzeichen für Packmittel, die vor dem 28.02.05 hergestellt wurden.